10 Jahre. 120 Monate. Unzählige Projekte, Ideen, Herausforderungen, lange Tage, kurze Nächte – und vor allem unglaublich viele Menschen, die diesen Weg gemeinsam mit uns gegangen sind. Wenn wir heute „10 Jahre rhöncloud“ schreiben, fühlt sich das tatsächlich ein bisschen verrückt an.

Denn 2016 war vieles von dem, was heute unseren Alltag bestimmt, noch eine Idee. Cloud-Services aus der Region? Eigene Rechenzentrumsinfrastruktur? Digitale Souveränität? Damals waren das Begriffe und Visionen, von denen wir überzeugt waren, auch wenn wir noch nicht genau wissen konnten, wohin uns dieser Weg einmal führen würde.

 

Heute betreiben wir eigene Cloud-Infrastrukturen, kümmern uns um die IT zahlreicher Unternehmen und Organisationen, arbeiten für Kommunen und die öffentliche Hand und bauen mit dem rhöncloud DataRock® gerade das größte Projekt unserer bisherigen Unternehmensgeschichte und sogar das erste Großrechenzentrum ganz Osthessens, was zudem noch ein bundesweiter Leuchtturm nachhaltiger Digitalisierung ist.

Aber bevor wir über die nächsten zehn Jahre sprechen, wollten wir erst einmal etwas tun, das im Alltag viel zu häufig zu kurz kommt: innehalten. Zurückblicken. Und Danke sagen.

Ein Abend, der einmal nicht digital sein musste

Am 21. August war es deshalb soweit: Gemeinsam mit rund 80 Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern, Wegbegleitern, Mitarbeitenden und Gästen aus Politik und Wirtschaft haben wir unser zehnjähriges Jubiläum am Wartturm in Eichenzell gefeiert. Und weil wir sonst wahrscheinlich schon genug Bildschirme, Server und digitale Plattformen um uns herum haben, ging es an diesem Abend für ein Technologieunternehmen erstaunlich analog zu.

Keine digitale Präsentation, kein großer Bildschirm und keine technische Show. Stattdessen führte unser Gründer und Geschäftsführer Manuel Bittorf ganz ohne Moderationskarten durch den Abend. Vielleicht hat genau das diesen Abend so besonders gemacht, denn kurzerhand legten auch die politischen Ehrengäste bei deren Grußworten das Tablet zur Seite und ergriffen ohne Skript das Wort. Denn an diesem Abend ging es nicht um Technik. Es ging um Geschichten, gemeinsame Erlebnisse, Vertrauen und vor allem um die Menschen hinter den vergangenen zehn Jahren.

Mit dabei waren unter anderem die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Johannes Loheide sowie Stefan Kremer, CTO von stackwork, einer Digitaltochter von Eintracht Frankfurt. Neben politischen Grußworten gab Stefan Kremer einen spannenden Einblick in die Digitalstrategie des Bundesligisten und in die Zusammenarbeit mit der rhöncloud.

Dass wir unser zehnjähriges Jubiläum gemeinsam mit so vielen langjährigen Wegbegleitern feiern durften, bedeutet uns viel. Denn wenn wir eines in diesen zehn Jahren gelernt haben, dann dies: Technologie kann man kaufen. Vertrauen muss man sich erarbeiten.

Von einer kleinen Idee zu ziemlich großen Plänen

Die Geschichte der rhöncloud war nie der eine große Masterplan, der bereits 2016 fertig in irgendeiner Schublade lag. Vielmehr war es ein Weg aus vielen Entscheidungen. Manche davon waren mutig. Manche im Rückblick vielleicht ein bisschen verrückt. Manche haben funktioniert, andere mussten wir korrigieren. Aber eine Überzeugung hat uns von Anfang an begleitet: Wir wollten IT nicht einfach irgendwo einkaufen und weiterverkaufen. Wir wollten verstehen, was wir unseren Kunden bereitstellen. Wir wollten möglichst viel selbst betreiben. Und wir wollten wissen, wo die Daten unserer Kunden liegen und wer darauf Einfluss nehmen kann.

Aus dieser Überzeugung entstand Stück für Stück das, was die rhöncloud heute ist.

2026 – Zehn Jahre.
Und eigentlich fangen wir gerade erst an

Heute beschäftigen wir uns mit Themen und Projekten, die wir uns 2016 wohl selbst nur schwer hätten vorstellen können. Wir sprechen über souveräne Cloud-Plattformen, KRITIS-Infrastrukturen, hochverfügbare Rechenzentren und darüber, wie Deutschland seine digitale Abhängigkeit von internationalen Hyperscalern reduzieren kann.

Und am 21. August durften wir schließlich mit vielen Menschen, die uns auf diesem Weg begleitet haben, 10 Jahre rhöncloud feiern. Was für uns vielleicht der schönste Meilenstein von allen war.

 

Deshalb war unser Jubiläum vor allem eines: ein großes Dankeschön.

An unser Team.
An unsere Kundinnen und Kunden.
An unsere Geschäftspartner.
An unsere Familien.
An unsere politischen und kommunalen Wegbegleiter.
Und an alle, die irgendwann Teil dieser Reise waren oder es heute noch sind.

Impressionen des Abends

📸 Bilder: © rhöncloud GmbH / Besucher des Events

Die Meilensteine der rhöncloud

2016 – Die Idee und Geburtsstunde der rhöncloud

Cloud ist Zukunft. Davon waren wir bereits 2016 überzeugt – zu einer Zeit, in der viele IT-Infrastrukturen noch selbstverständlich beim Kunden im Serverraum standen und Cloudservices großer Technologiekonzerne teilweise noch gar nicht erfunden waren. Die Grundidee war eigentlich ziemlich einfach: Cloud aus der Region. Persönlich betreut. Und mit möglichst viel Kontrolle über die eigene Infrastruktur. Somit gründeten Manuel und sein damaliger IT-Ausbilder Sven die rhöncloud GmbH.

Auch im kommenden Jahr werden wir weiter daran arbeiten, die Gesamtverfügbarkeit unserer Services kontinuierlich zu optimieren.

2017 – Wir bekommen ein Zuhause

Das erste Zuhause unserer rhöncloud befand sich nicht an den heutigen Unternehmensstandorten in Tann (Rhön) oder Eichenzell, sondern im ITZ Fulda. Voller stolz bezogen wir unser erstes 1-Raum-Büro im damaligen Informations- und Gründerzentrum.

2020 – Wir holen die Cloud in die Rhön

Ein wichtiger Schritt: Seit 2020 betreiben wir eigene Rechenzentrumsinfrastrukturen in Eichenzell. Damit übernehmen wir nicht nur Verantwortung für Server und Cloud-Plattformen, sondern auch für die Infrastruktur dahinter, welche bis dorthin angemietet wurde. Für uns war das ein entscheidender Schritt auf dem Weg vom klassischen IT-Dienstleister hin zum Infrastruktur- und Cloud-Anbieter.

2021 und 2022 – Aus Anspruch werden Standards

Mit unserem Wachstum steigen auch die Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Prozesse. Deshalb beginnen wir, unsere Arbeit konsequent an internationalen Standards auszurichten. Es folgen unter anderem Zertifizierungen im Bereich Informationssicherheit, Cloud-Sicherheit und Cloud-Datenschutz. ISO/IEC 27001, ISO/IEC 27017 und ISO/IEC 27018 sind seitdem nicht einfach Logos auf unserer Webseite, sondern prägen viele unserer täglichen Abläufe. Denn je kritischer die Systeme werden, die Kunden uns anvertrauen, desto größer wird auch unsere Verantwortung. Zudem erreichten wir im August 2022 einen wichtigen Meilenstein: Unser erstes Edge Computing Rechenzentrum geht in Betrieb!

2023 – Unsere Cloud wird erwachsen

Aus einzelnen Cloud-Services werden zunehmend komplette IT-Umgebungen. Unternehmen, Kommunen und öffentliche Auftraggeber verlagern immer mehr Systeme zu uns. Gleichzeitig verändern sich auch die Anforderungen unserer Kunden: IT-Sicherheit, Verfügbarkeit, Datenschutz und digitale Souveränität werden zu zentralen Entscheidungskriterien. Und langsam entsteht eine Frage, die uns von da an nicht mehr loslassen sollte: Wie müsste eigentlich ein Rechenzentrum aussehen, wenn wir es heute komplett neu bauen könnten?

2024 – Mehr Platz. Und noch größere Ideen.

Unser Standort in Tann wächst mit uns: Die Büroflächen werden erweitert und modernisiert. Gleichzeitig werden aus den ersten Überlegungen zu einem neuen Rechenzentrum immer konkretere Pläne. Was zunächst noch auf Zeichnungen, Kalkulationen und Präsentationen existiert, entwickelt sich Stück für Stück zum größten Projekt unserer Unternehmensgeschichte.

2025 – Jetzt wird es ernst

Am 12. September 2025 stecken wir gemeinsam mit Gästen aus Politik und Wirtschaft symbolisch die Spaten in den Boden. Der Baustart für den rhöncloud DataRock® in Eichenzell ist für uns ein Meilenstein, den wir wahrscheinlich nie vergessen werden. Ein Rechenzentrum mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit. Direkt angebundene regionale Energieerzeugung. Infrastruktur für Unternehmen, Kommunen, KRITIS-Organisationen und öffentliche Auftraggeber – und dem Land Hessen als Ankermieterin! Aus einer Idee aus dem Jahr 2016 wird neun Jahre später echte digitale Infrastruktur.

Parallel beginnen wir mit einem der anspruchsvollsten Projekte im Bereich der Informationssicherheit: der Ausrichtung unserer Strukturen am BSI IT-Grundschutz. Die Dimensionen sind inzwischen andere. Unser Anspruch ist derselbe geblieben.

2026 – Zehn Jahre. Und eigentlich fangen wir gerade erst an.

Ob Einladung zum Fachgespräch in den Deutschen Bundestag, aufregende Tage auf dem Hessentag, TV-Auftritte und Vorträge, unzählige Stunden Planung für unser neues Rechenzentrum, spannende Kundenprojekte, unser BSI-Audit oder all die kleinen Momente dazwischen: 2026 zeigt uns einmal mehr, wie weit wir inzwischen gekommen sind. Und trotzdem fühlt es sich nicht nach Ankommen an. Im Gegenteil: Während wir auf zehn Jahre rhöncloud zurückblicken, schreiben wir längst am nächsten – und vielleicht spannendsten – Kapitel unserer Geschichte.

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